
- Das verwaltete Vermögen (AUM) in privater Infrastruktur erreichte im ersten Halbjahr 2025 1,6 Billionen US-Dollar und macht nun 10 % aller privaten Marktvermögenswerte aus
- Die Kapitalbeschaffung stieg 2025 um fast 60 %, stellte einen neuen Rekord auf und erholte sich stärker als andere private Anlageklassen
- Fast drei Viertel des 2025 eingesammelten Kapitals flossen in die 50 größten Infrastrukturfonds, wobei fast die Hälfte auf die Top fünf entfiel
- Digitale Infrastruktur stellt nun fast 20 % der Portfoliounternehmen dar, während die Nachfrage nach Rechenzentren und Stromengpässe die Investitionsprioritäten neu gestalten
(SeaPRwire) – BOSTON, 24. März 2026 — Der fünfte Jahresbericht der Boston Consulting Group zu privaten Infrastrukturinvestitionen und -strategie, „Infrastructure Strategy 2026: A Year of Increasing Scale and Diversification“, zeigt, dass die Anlageklasse wieder an Schwung gewinnt. Das verwaltete Vermögen erreichte im ersten Halbjahr 2025 1,6 Billionen US-Dollar und die Kapitalbeschaffung stieg im Jahresverlauf um fast 60 %. Während das Wachstum in die Anlageklasse zurückkehrt, konzentriert sich das Kapital auf die größten Plattformen, während digitale Infrastruktur und strombezogene Themen einen wachsenden Anteil der Aktivitäten vorantreiben.
Die Analyse umfasst Kapitalbeschaffung, verwaltetes Vermögen, Transaktionsaktivität, Renditen und Sektortrends in der privaten Infrastruktur. Sie zeigt, dass sich die Kapitalbeschaffung stärker erholt hat als in anderen privaten Anlageklassen, selbst während Anleger einen wachsenden Anteil ihrer Zusagen an die größten und diversifiziertesten Manager lenken.
„Die private Infrastruktur hat wieder an Größe gewonnen, aber die Form des Marktes verändert sich“, sagte Wilhelm Schmundt, Mitautor des Berichts. „Investoren unterstützen die Anlageklasse weiterhin wegen stabiler, verlässlicher Renditen, lenken aber gleichzeitig mehr Kapital zu den größten Managern.“
Kapital kehrt zurück, aber die Konzentration nimmt zu
Als sich die Kapitalbeschaffung 2025 erholte, lenkten Limited Partners fast drei Viertel des Kapitals in die 50 größten Infrastrukturfonds, wobei die Top fünf allein fast die Hälfte auf sich vereinten. Investoren bevorzugten auch Core-Plus- und Value-Add-Strategien, die zusammen fast 70 % der neu aufgebrachten Fonds ausmachten – ein Zeichen für eine größere Bereitschaft, auf der Risikokurve nach oben zu gehen, um höhere Renditen zu erzielen.
Diese Erholung steht im Gegensatz zu einigen anderen privaten Anlageklassen, wo die Kapitalbeschaffung unter früheren Höchstständen bleibt.
Digitale Infrastruktur rückt näher ins Marktzentrum
Digitale Infrastruktur ist der einzige große Sektor, der in den letzten fünf Jahren ein beträchtliches Wachstum verzeichnet hat und nun fast 20 % aller Portfoliounternehmen ausmacht, gegenüber 15 % im Jahr 2020. Innerhalb dieses Segments verlagert sich die Transaktionsaktivität hin zu Rechenzentren, die 2025 41 % der Digital-Deals ausmachten, gegenüber 26 % im Vorjahr.
Die Verfügbarkeit von Strom und lange Anschlusszeiten an das Netz erweisen sich in wichtigen Märkten als große Hindernisse für die Entwicklung von Rechenzentren. Infolgedessen verlagert sich die Expansion über Standorte der Tier-1-Kategorie hinaus in Tier-2- und Tier-3-Märkte sowie in netzunabhängige Projekte, die durch eigene Stromerzeugung unterstützt werden.
Erneuerbare verlieren Anteile, während der Energiemix breiter wird
Im Bereich Energie und Umwelt stieg die Anzahl der Deals 2025 von 176 auf 207, aber die Zusammensetzung veränderte sich erheblich. Verarbeitung und Vertieg stiegen auf 50 % der Deals, gegenüber etwa einem Drittel im Jahr 2024, während konventionelle Energiedienstleistungen auf 18 % von 10 % zunahmen. Im gleichen Zeitraum fielen die Erneuerbaren auf 22 % der Deals von 42 %.
Traditionelle Wind- und Solarprojekte sehen sich in vielen Ländern einem wachsenden Druck durch höhere Kosten, schwächere Erzeugungspreise und sich ändernde politische, finanzielle und regulatorische Unterstützung ausgesetzt. Gleichzeitig steigern der wachsende Strombedarf und Engpässe im Netz das Interesse an konventioneller Stromerzeugung, Energiedienstleistungen und damit verbundener Infrastruktur, die mit dem Wachstum von Rechenzentren zusammenhängt.
„Ein klarer Trend im Jahr 2025 ist, dass digitale Infrastruktur immer untrennbarer mit der Energiestrategie verbunden ist“, sagte Alex Wright, Mitautor des Berichts. „Stromverfügbarkeit, Netzanschluss und integrierte Energielösungen werden zentral dafür, wie Investoren Rechenzentren und verwandte Infrastrukturchancen bewerten.“
Laden Sie die Veröffentlichung hier herunter:
https://www.bcg.com/publications/2026/year-of-increasing-scale-and-diversification
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Eric Gregoire
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