
(SeaPRwire) – Bitcoins größter Optionsverfall des Jahres trifft auf eine geopolitische Volatilität, die keine Anzeichen einer Entspannung zeigt, während der Ausgang entscheidender Friedensgespräche ungewiss bleibt.
Etwa 14 Milliarden Dollar an Bitcoin-Optionen laufen am Freitag aus, gemessen an der Anzahl der ausstehenden Kontrakte, dem sogenannten Open Interest. Der vierteljährliche Rollover – der fast 40 % der offenen Positionen an der führenden Börse Deribit auflöst – erfolgt inmitten widersprüchlicher Signale hinsichtlich der Aussicht auf eine Einstellung des fast einmonatigen Krieges im Nahen Osten.
Diese Überschneidung verschärft eine zentrale Frage für Händler: Ob der Verfall die Kursschwankungen von Bitcoin künstlich gedämpft hat und ob der Wegfall dieser Komponente den Token einer heftigeren, von der Geopolitik getriebenen Bewegung aussetzen wird.
Bitcoin steckte in den letzten Wochen zwischen etwa 60.000 $ und 75.000 $ fest und driftete nach einem marktweiten Absturz am 10. Oktober deutlich unter seinen Höchststand vom Oktober 2025 von rund 126.000 $. Die Richtungslosigkeit hielt trotz geopolitischer Spannungen und zeitweiliger Zuflüsse in US-Börsengehandelte Fonds (ETFs) an. Bitcoin fiel am Donnerstag um bis zu 4 % auf 68.122 $.
Die Positionierung bei Derivaten hilft laut Marktteilnehmern, die Ruhe zu erklären. Institutionelle Anleger verbrachten einen Großteil des ersten Quartals damit, Aufwärtswetten zu verkaufen – sie setzten also effektiv darauf, dass die Preise nicht stark steigen würden –, um in einem verhaltenen Markt Erträge zu generieren, sagte James Harris, Chief Executive Officer beim Vermögensverwalter Tesseract. Diese Aktivität verlagerte das Risiko auf Market Maker, die bei Kursrückgängen kauften und bei Rallyes verkauften, um ihr Engagement ausgeglichen zu halten.
Das Ergebnis war eine Dämpfung der Volatilität, so Händler, wobei die Preisentwicklung wiederholt in Richtung eines sogenannten „Max Pain“-Levels tendierte – dem Punkt, an dem die größte Anzahl von Optionen wertlos verfällt – nahe 75.000 $. Praktisch gesehen wirkten diese Hedging-Flüsse wie ein Magnet, der Bitcoin nach oben drückte und gleichzeitig die Gewinne begrenzte.
„Die Hedging-Flüsse könnten die Preisentwicklung bei Annäherung an die Abrechnung in Richtung dieses Niveaus ziehen, begrenzen aber effektiv die Handelsspanne“, sagte Harris.
Sobald die Kontrakte auslaufen, wird das mechanische Kaufen und Verkaufen im Zusammenhang mit dem Hedging nachlassen, was Bitcoin potenziell anfälliger für externe Katalysatoren macht. Und diese Katalysatoren häufen sich. Am Donnerstag verschob Präsident Donald Trump seine Frist für den Iran, ein Abkommen mit den USA zu schließen oder mit weiteren Angriffen konfrontiert zu werden, und sagte, die Gespräche mit dem Land verliefen „sehr gut“.
„Ohne eine klare Richtung aus dem Nahen Osten wird Bitcoin wahrscheinlich in der Zone von 70.000 bis 75.000 $ bleiben“, sagte Andreja Cobeljic, Leiter des Derivatehandels bei der AMINA Bank, und fügte hinzu, dass die obere Grenze sowohl als Magnet als auch als Widerstand fungieren könnte. Ein glaubwürdiger Waffenstillstand könnte Bitcoin über 75.000 $ treiben und weitere Gewinne auslösen, wenn bärische Positionen aufgelöst werden. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte den Token jedoch wieder in Richtung der steigenden Trendlinie bei 68.500 $ ziehen, fügte er hinzu.
Das breitere Umfeld bietet nur begrenzte Unterstützung. Obwohl der März Nettozuflüsse in Bitcoin-ETFs in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Dollar verzeichnete – eine Stabilisierung nach vier aufeinanderfolgenden Monaten mit Nettoabflüssen –, haben sich diese Allokationen als empfindlich gegenüber makroökonomischen Verschiebungen erwiesen. An einem einzigen Tag Mitte März wurden 163 Millionen Dollar abgezogen, als sich die Zinserwartungen änderten.
Diese Fragilität unterstreicht die zentrale Erkenntnis aus dem Verfall am Freitag: Die Ruhe bei Bitcoin könnte eher struktureller als fundamentaler Natur sein.
Jasper De Maere, ein OTC-Händler bei Wintermute, sagte, dass die Optionsdynamik eine „leichte Aufwärtstendenz“ erzeugen kann, die Überzeugung jedoch schwach bleibt. Sobald der Verfall vorüber ist, werden die Kräfte, die die Volatilität unterdrücken, nachlassen – womit Makroökonomie und Geopolitik wieder fest das Ruder übernehmen.
Dies setzt den Markt heftigeren Bewegungen aus, falls die Stimmung umschlägt.
„Das Risiko besteht nicht darin, dass Institutionen abwesend sind. Das Risiko besteht darin, dass sie anwesend sind, aber schnell aussteigen werden, wenn das Wochenende ein ungünstiges Ergebnis liefert, und das strukturelle Polster, das letzte Woche vorhanden war, nicht mehr da sein wird, um die Bewegung zu verlangsamen. Infolgedessen wird die Volatilität ab Freitag eher zu- als abnehmen“, sagte Harris.
Der Artikel wird von einem Drittanbieter bereitgestellt. SeaPRwire (https://www.seaprwire.com/) gibt diesbezüglich keine Zusicherungen oder Darstellungen ab.
Branchen: Top-Story, Tagesnachrichten
SeaPRwire liefert Echtzeit-Pressemitteilungsverteilung für Unternehmen und Institutionen und erreicht mehr als 6.500 Medienshops, 86.000 Redakteure und Journalisten sowie 3,5 Millionen professionelle Desktops in 90 Ländern. SeaPRwire unterstützt die Verteilung von Pressemitteilungen in Englisch, Koreanisch, Japanisch, Arabisch, Vereinfachtem Chinesisch, Traditionellem Chinesisch, Vietnamesisch, Thailändisch, Indonesisch, Malaiisch, Deutsch, Russisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und anderen Sprachen.