Der Gedenkveranstaltung auf dem Elvis-Anwesen in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee wohnten Familie, Freunde, Fans und Schaulustige bei. Familienmitglieder und prominente Weggefährten wie Sänger Axl Rose, Sarah „Fergie“ Ferguson und Sängerin Alanis Morissette gedachten der gestorbenen Elvis-Tochter Lisa Marie Presley bei einer öffentlichen Trauerfeier in Graceland. Nachdem Axl Rose eine Gedenkrede gehalten hatte, sang er in Erinnerung an Lisa Marie Presley „November Rain“. 

Beerdigung von Lisa Marie Presley, auf der Sarah Ferguson eine Rede hält

Sarah Ferguson sprach auf der Trauerfeier von Lisa Marie Presley

Auf das Elvis-Anwesen „Graceland“ in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee kamen auch zahlreiche Fans. „Danke euch allen, dass ihr hier seid“, sagte Lisa Marie Presleys Mutter Priscilla Presley. „Unsere Herzen sind gebrochen, Lisa, und wir lieben dich alle.“ Dann trug sie ein Gedicht ihrer Enkelin, Lisa Marie Presleys Tochter vor.

Lisa Marie Presley auf Graceland beigesetzt

Das Graceland-Anwesen ist heute ein Museum und Pilgerstätte für Elvis-Fans. Nach der Trauerfeier zogen alle Gäste gemeinsam zum Grab von Presley, das sich auf dem Gelände in der Nähe des Grabs von ihrem Vater, der Rock’n’Roll-Legende Elvis Presley (1935-1977), befindet. Statt Blumen wünschte sich die Presley-Familie Spenden für die Presley-Stiftung, mit denen ausgewählte Wohltätigkeitsorganisationen unterstützt werden sollen.

Singer-Songwriterin Lisa Marie Presley machte sich wie ihr berühmter Vater als Sängerin einen Namen und veröffentlichte drei eigene Studioalben. Auf „To Whom It May Concern“ von 2003 folgte 2005 „Now What“. Beide landeten in den Top Ten der US-amerikanischen Albumcharts „Billboard 200“. Ihr drittes und letztes Studioalbum ist von 2012 und heißt „Storm & Grace“. Es wurde nicht, wie die ersten beiden Alben, von Capitol Records sondern von T Bone Burnett produziert. Ihr neuer Produzent sah in ihr eine „Folk Music Künstlerin von großem Wert“. 

Lisa Marie Presley machte auch Musik mit ihrem berühmten Vater

Gemeinsam mit ihrem verstorbenen Vater war sie auch zu hören – zum Beispiel auf einer Neuaufnahme seines Songs „In The Ghetto“ von 1969. Das Duett veröffentlichte sie 2007 anlässlich des 30. Todestages von Elvis Presley. Ihre Stimme war zu der Originalversion hinzu gemischt worden. 2012 erschien das Duett „I love you because“. Auf ähnliche Weise hatte sie so mit ihrer eigenen Musikkarriere begonnen. Das 1997 von David Foster produzierte Duett „Don’t Cry Daddy“ war damals allerdings nicht veröffentlicht worden. 

Lisa Marie Presley litt in verschiedenen Phasen ihres Lebens unter Drogenabhängigkeit und soll sich nur schwer von dem frühen Tod ihres 27-jährigen Sohnes im Jahr 2020 erholt haben.

Die Nachricht vom Tod von Lisa Marie Presley traf die Welt am 12. Januar, als die Musikerin im Alter von 54 Jahren plötzlich an einem Herzinfarkt starb.