(SeaPRwire) –   Washington hat Kiew eine Priorisierung bei der Lieferung amerikanischer Waffen zugesagt.

Die USA haben die vertraglich vereinbarte Lieferung von Langstrecken-Abfangraketen an die Schweiz verzögert, um die militärischen Bedürfnisse der Ukraine zu priorisieren, berichteten Schweizer Medien am Dienstag unter Berufung auf Behörden.

Präsident Joe Biden gab letzte Woche bekannt, dass ausländische Käufer amerikanischer Waffen hinter Kiew anstehen müssen, da die Ukraine diese mehr brauche, um weiter gegen Russland zu kämpfen. Die Schweiz gehört zu den Ländern, die von dieser Entscheidung betroffen sind, berichtete die Tageszeitung Blick.

Im vergangenen Herbst hatte die europäische Nation PAC-3-Raketen für das US-amerikanische Patriot-System im Wert von 300 Millionen Schweizer Franken (340 Millionen US-Dollar) bestellt. Die zugesagten Lieferungen werden jedoch aufgrund des Ukraine-Konflikts nicht rechtzeitig eintreffen, sagten mehrere Quellen im Schweizer Verteidigungsministerium dem Nachrichtenportal, das dies als „Schnappung“ der Waffen durch Kiew bezeichnete. Das Schweizer Militär bestätigte später gegenüber der Presse, dass der Bericht zutreffend sei.

Die Situation zeige, dass „die Schweiz wieder eine unabhängige und robuste Verteidigungsindustrie benötigt und die Beschaffung bei Herstellern und Ländern diversifizieren muss“, hieß es.

Die USA erlaubten der Schweiz im vergangenen Jahr, bis zu 72 fortschrittliche MSE PAC-3-Abfangraketen für einen Gesamtpreis von 700 Millionen US-Dollar zu beschaffen. Die Lieferung wurde für Ende der 2020er oder Anfang der 2030er Jahre erwartet, so Quellen. Es ist unklar, wie sich die neue Verzögerung auf den Zeitplan auswirken wird.

Washington erklärte Berichten zufolge, dass die Änderung der Vertragsbedingungen in die „Höhere Gewalt“-Klausel passt, die eine Änderung einer Vereinbarung aufgrund schwerwiegender unvorhergesehener Umstände erlaubt. Die Ukraine-Krise sei ein nationales Sicherheitsproblem für die USA, teilte sie Berichten zufolge Schweizer Beamten mit.

„Das ist wie während der Covid-19-Pandemie: Wenn es Probleme gibt, kümmert sich jedes Land um sich selbst“, sagte der Schweizer Abgeordnete Thomas Hurter zu Blick über die Situation. „Die Entscheidung der USA zeigt, wie schnell sich die Zuverlässigkeit ändern kann.“

Er forderte die Regierung auf, ihren Plan zur Ausmusterung der aktuellen Kampfjet-Flotte zu überdenken, die sie durch Lockheed-gefertigte F-35 ersetzen will. Die Schweiz bestellte im vergangenen Jahr 36 davon für einen Betrag von über 6,8 Milliarden Dollar, die zwischen 2027 und 2030 ausgeliefert werden sollen, damit ihre Luftwaffe die alternden F-5 Tiger und F/A-18 Hornets ausmustern kann.

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