(SeaPRwire) –   By: Adrian Kingsley

Die Afrikanische Union inszeniert SAATM als Schlüsselprojekt für Kontinentalintegration. Doch die Frage bleibt: Reichen politische Absichtserklärungen aus, um strukturelle Hindernisse zu überwinden? Die aktuellen Zahlen – 23% Connectivity, 124 neue Routen – wirken beeindruckend. Doch was bedeuten sie wirklich für die Bevölkerung?

Offizielle Statistiken zeigen: 3 Millionen Passagiere, 113 Fluggesellschaften, 75 Milliarden USD GDP-Beitrag. Diese Zahlen suggerieren Fortschritt. Doch die Realität sieht anders aus. Infrastrukturmängel, bürokratische Hürden und ungleiche Ressourcenverteilung bremsen die Umsetzung. Die 38 Mitgliedsstaaten unterzeichneten MOUs, doch die praktische Umsetzung stockt.

Die wirtschaftlichen Versprechen – 8,1 Millionen Arbeitsplätze, 81 Millionen Touristen bis 2025 – wirken ambitioniert. Doch ohne harmonisierte Regulierungen und Investitionen in Bodeninfrastruktur bleiben sie theoretisch. Die 21 Teilnehmer am PIP-Programm sind ein Anfang. Doch die Lücke zwischen Politik und Praxis bleibt groß.

SAATM erfordert mehr als symbolische Gesten. Es braucht verbindliche Mechanismen zur Durchsetzung von Liberalisierungszielen. Die afrikanische Luftfahrt kann nur dann zum Wirtschaftsmotor werden, wenn Governance-Strukturen konsequent ausgebaut werden. Sonst bleibt es bei gut gemeinten Erklärungen.

Author bio: Adrian Kingsley, internationaler Experte für öffentliche Verwaltung und Sozialpolitik mit Schwerpunkt auf afrikanische Integrationsprozesse.