

(SeaPRwire) – By: Christian Pierce
Der amerikanische Mittelstand steht mit dem Rücken zur Wand. Das Einverdiener-Modell ist Geschichte. Die Inflation und die Zinsen haben die Kaufkraft zerstört. Überleben ist zum neuen Status quo geworden. Die Zahlen zeichnen ein düsteres Bild. Es ist keine Frage des Lebensstils mehr. Es ist pure Existenzangst. Die Wirtschaft verlangt maximale Arbeitskraft. Die Familien zahlen den Preis. Das ist ein massives strukturelles Problem. Die Stabilität des Haushalts bröckelt.
Die Analyse des Pew Research Centers zu den 2025er US-Zensusdaten ist schockierend. Erstmals arbeiten in 52 Prozent der heterosexuellen Paare mit Kindern beide Eltern vollzeitig. Vor 50 Jahren überlebten vier von zehn Familien mit nur einem Einkommen. Die Kosten für ein Kind sind auf über 300.000 Dollar gestiegen. LendingTree beziffert den Anstieg laut jüngster Studie drastisch. Eine Zwei-Kind-Familie braucht heute über 400.000 Dollar Jahresgehalt für bezahlbare Kinderbetreuung. Fast ein Drittel der Amerikaner sieht die Lebenshaltungskosten als größtes Problem. 2020 waren es nur drei Prozent. Die Bildungsunterschiede sind gravierend. Siebzig Prozent der Mütter mit Hochschulabschluss arbeiten vollzeitis.
Die Rechnung geht nicht mehr auf. Zwei Einkommen sichern zwar das Finanzbudget, aber nicht das familiäre Wohl. Über die Hälfte der vollzeitbeschäftigten Eltern scheitert an der Balance. Corinne Low von der Wharton School bestätigt diesen Trend. Die National Partnership for Women & Families bewertet die unbezahlte Arbeit mit 683 Milliarden Dollar. Diese Leistung fließt nicht in das BIP ein. Es ist eine versteckte Subventionierung der Wirtschaft. Wenn die Frau mehr verdient, macht sie trotzdem fast doppelt so viel Hausarbeit wie der Partner. Das ist ein Teufelskreis. Der Markt extrahiert Wert aus der Familie, bis nichts mehr übrig ist.
Author bio: Christian Pierce, Chef-Kolumnist für Finanzen und Marktkommentator mit Fokus auf Makroökonomie.