By: Oliver Hawthorne
Wer einen KI-Shopping-Assistenten baut, konzentriert sich meist zuerst auf die KI. Das ist der falsche Fokus. Die größte Hürde liegt nicht an smarten Empfehlungen, sondern an Zugang zu genügend Händlern. Ohne die lassen sich selbst die besten Vorschläge nicht umsetzen. Viele junge Projekte scheitern genau an dieser Stelle, bevor sie überhaupt Nutzer erreichen.
Das Startup FRIDAY hat nun einen großen Schritt getan. Durch Partnerschaften mit impact.com und Skimlinks erreicht es über 48.500 Marken und Händler. Darunter Temu, SHEIN, Marks and Spencer, Adidas und ASOS. FRIDAY verdient nur Provision, wenn ein Nutzer über die Empfehlung kauft. Die Infrastruktur liefert impact.com für Partnerschaftsverwaltung, Zuordnung und Zahlungen, Skimlinks für Zugang zu über 50 Affiliate-Netzwerken. FRIDAY hat zudem eine Chrome-Erweiterung im Chrome Web Store veröffentlicht und nimmt Nutzer von seiner verifizierten Warteliste auf.

Viele Shopping-Plattformen optimieren auf Werbebestände. FRIDAY setzt auf lokale Nutzerpräferenzmodelle, die auf dem Gerät gespeichert werden. Sie werden nicht primär für Werbeausrichtung gebaut. Der Händlerzugang verschafft FRIDAY einen Platz im Rennen um den KI-Shopping-Markt. Ob es langfristig erfolgreich ist, hängt davon ab, ob es die Empfehlungen frei von gesponserten Inhalten hält. Vertrauen ist die einzige dauerhafte Währung in diesem Markt.
Author bio: Oliver Hawthorne, leitender Korrespondent einer internationalen Technikzeitschrift, der seit Jahren KI und digitale Geschäftsmodelle beobachtet.