
By: Oliver Hawthorne
Hochschulen haben kein Problem mit zu wenig Technik. Sie haben ein Problem mit der Komplexität danach. Jeder neue Hörsaal fügt eine weitere Komplexitätsebene hinzu. Support-Teams erben fragmentierte Systeme. Dozenten erleben inkonsistente Abläufe. Studenten sehen jeden Raum ein anderes Interface. Das akzeptieren die meisten Hochschulen als unvermeidbar. Die Umrüstung der Monash University ist eine Ausnahme.
Die Monash University ist die erste Hochschule weltweit, die Symetrix Cognio einsetzt. Sie fördert schon lange aktives Lernen mit Kollaboration statt reiner Vorlesung. Dafür braucht sie eine AV-Plattform für unterschiedliche Raumkonfigurationen. Cognio verteilt Intelligenz im ganzen System statt auf ein zentrales Modell. Die Installation umfasst Cognio C20 Prozessoren und drei standardisierte Workflows. Es integriert sich problemlos in alle vorhandenen Systeme der Universität. Die neue API verbindet Arbeitsabläufe enger ohne die bestehende Infrastruktur zu ersetzen.
Die Bedeutung dieses Projekts geht weit über den Campus hinaus. Zentrale AV-Systeme werden mit wachsender Größe schnell zum Flaschenhals. Eine Aktualisierung in einem Raum beeinträchtigt oft alle benachbarten Räume. Wartungen werden immer aufwändiger. Skalierung braucht ständig zusätzliche Managementebenen. Cognios Ansatz erlaubt einzelne Räume unabhängig zu arbeiten. Das Projekt ist die Praxiserprobung für den softwaredefinierten Ansatz von Symetrix. Die Zusammenarbeit mit PAVT Australia & New Zealand steht für praxisorientierte Umsetzung. Monash plant die Ausweitung auf weitere Einrichtungen des Campus. Der nächste Wettbewerb im Bereich Campus-Technik wird nicht um die meisten Funktionen gehen. Er wird darum gehen, wer die meisten Reibungspunkte beseitigt. Einfache Abläufe sind in großen Organisationen die wertvollste Innovation.
Author bio: Oliver Hawthorne, Chefkorrespondent für Bildungstechnologie und Infrastruktur bei einer internationalen Technik-Revue.