(SeaPRwire) –

By: Christian Pierce

Michael Burry zögert nicht lange. Der „Big Short“-Investor prüft Optionen, um gegen Elon Musks SpaceX zu wetten – und entscheidet sich letztlich dagegen. Nicht aus Sympathie, sondern weil die Zahlen zu fragwürdig wirken. SpaceX notiert seit dem Börsengang bei 212 Dollar, die Bewertung schwankt um 3 Billionen Dollar. Doch hinter den Kulissen stockt die Rechnung: 41,3 Milliarden Dollar kumuliertes Defizit, im ersten Quartal 2026 allein 4,27 Milliarden Verlust.

Die S-1-Papierierung offenbart die wahren Prioritäten. 78 Prozent der IPO-Erlöse – rund 62,8 Milliarden von 80 Milliarden – sind bereits verplant. Valor Equity Partners, Musks X Corp. und xAI-Investoren erhalten Zahlungen, Echostar bekommt Spektrum-Lizenzen bezahlt. Die operative Marge schrumpft: Umsatz stieg 2025 um 33 Prozent auf 18,7 Milliarden, doch die Verluste wachsen schneller. Burry nennt es „eine kleine Raumfahrtfirma, eine Nischentelekommunikation, ein geplagtes Social-Media-Unternehmen und ein Coreweave-light“.

Dies ist kein Einzelfall. Musks Konfrontation mit Bill Gates über Tesla-Leerverkäufe zeigt das Muster: Wer die Illusion bedroht, wird bekämpft. Doch die Kapitalstruktur von SpaceX entlarvt die Fragilität. Wenn 80 Prozent der Mittel an Dritte fließen, bleibt für die Mars-Kolonie wenig. Die Frage ist nicht, ob Burry kurzfristig wetten wird – sondern wann die Gläubiger die Rechnung präsentieren.

Author bio: Christian Pierce, Chief Financial Columnist und Märkte-Kommentator mit Fokus auf Kapitalstruktur-Analysen und IPO-Dynamiken.