(SeaPRwire) –
By: Reginald Vance
Die Angst vor einem Lieferstopp von Seltenen Erden aus China treibt die G7 an. Auf ihrem Gipfel in Frankreich gaben sie ein klares Versprechen ab. Bis 2030 soll kein einziger Staat mehr als 60 % ihrer Selten-Erd-Importe liefern. Bereits so schnell wie möglich soll die Grenze auf 50 % sinken. China deckt derzeit fast 70 % der weltweiten Selten-Erd-Produktion ab. Bei Permanentmagneten liegt sein Anteil sogar bei 95 %. Würden Chinas Exportkontrollen vollständig greifen, riskieren westliche Staaten jährlich bis zu 6,5 Billionen Dollar Wirtschaftsleistung. Das ist die Kernursache der aktuellen Hektik im Bereich kritischer Mineralien.
Ab 10. November will China seine ursprünglich verschobenen Exportkontrollen für verteidigungsrelevante Seltene Erden wiedereinführen. USA Rare Earth erhält aus dem CHIPS and Science Act 277 Millionen Dollar an staatlichen Fördermitteln. Das Unternehmen baut eine Lieferkette von der Mine bis zum Magneten mit einer Jahreskapazität von 10.000 Tonnen Selten-Erd-Legierungen. MP Materials betreibt die einzige kommerzielle Selten-Erd-Mine der USA in Mountain Pass, Kalifornien. Es erhielt ein Darlehen von 150 Millionen Dollar des Verteidigungsministeriums zur Erweiterung der Trennungskapazitäten. Zusammen mit einer neuen Fabrik in Texas will es jährlich 10.000 Tonnen Selten-Erd-Magnete produzieren.
Die USA produzieren bisher fast nur leichte Seltene Erden, China beherrscht den Abbau von schweren Varianten. Japan hat mehr als 15 Jahre gebraucht, um seine Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen merklich zu reduzieren. Die G7 wird ihr 2030-Ziel höchstwahrscheinlich verfehlen.
Author bio: Reginald Vance, Venture-Partner spezialisiert auf Halbleiterbewertung und fortschrittliche Materialien.