(SeaPRwire) –   By: Logan Pierce

Die Schlagzeile klingt nach Klatsch: George Clooney packt seine Koffer, sucht in Frankreich Ruhe vor Hollywood. Doch hinter dieser Promi-Anekdote verbirgt sich eine knallharte ökonomische Realität. Eine aktuelle Umfrage von Apex Capital Partners, durchgeführt im Mai 2026 unter 1.733 wohlhabenden Amerikanern (Haushaltseinkommen über 200.000 Dollar), zeigt: Sechs von zehn dieser Vermögenden spielen mit dem Gedanken, die USA innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verlassen. Das ist kein Zufall, sondern ein strategischer Schachzug, der weit über persönliche Präferenzen hinausgeht. Es ist ein klares Signal an die amerikanische Wirtschaft.

Die Gründe für diese potenzielle Abwanderung sind vielschichtig, aber die Prioritäten haben sich verschoben. Lange Zeit dominierte die politische Frustration die Debatte. Doch die Apex-Daten sprechen eine andere Sprache: 68 Prozent der Auswanderungswilligen nennen Lebenshaltungskosten und Steuern als Hauptmotiv. Das politische Klima folgt mit 54 Prozent. Nuri Katz von Apex Capital Partners bestätigt diesen Wandel. Früher waren es politische Motive, heute sehen wir Klienten von links und rechts. Beide Seiten sind nervös. Es geht um den Schutz von Vermögen und Familie.

Diese strategische Neuausrichtung speist sich aus tiefer wirtschaftlicher Unsicherheit. 42 Prozent der Befragten beurteilen die aktuelle US-Wirtschaft als schwach oder sehr schwach. Nur 31 Prozent sehen sie stark. Diese Skepsis ist an der Spitze der Einkommenspyramide besonders ausgeprägt, dreimal höher als im Bevölkerungsdurchschnitt. Viele Unternehmer und Vermögende sind stark in US-Dollar-Vermögenswerten konzentriert. Sie erkennen, dass der Dollar nicht ewig die Reservewährung bleiben wird. Hinzu kommt die Sorge um den Iran-Krieg, der 75 Prozent der Befragten beunruhigt. Seit der Pandemie hat sich das Sentiment massiv gewandelt.

Die bevorzugten Ziele für diese Kapital- und Personentransfers sind klar umrissen. Europa führt die Liste mit 42 Prozent an, gefolgt von Kanada (18 Prozent) und der Karibik (16 Prozent). Diese Regionen bieten etablierte „Golden Visa“- und „Citizenship by Investment“-Programme. Sie ermöglichen vermögenden Personen, durch Investitionen Aufenthaltsgenehmigungen oder Staatsbürgerschaften zu erlangen. Firmen wie Apex Capital Partners sind genau in diesem Geschäft tätig. Sie erleichtern solche Transaktionen und profitieren direkt von der wachsenden Nachfrage nach alternativen Wohnsitzen und Pässen.

Nuri Katz warnt jedoch vor einer Überschätzung Europas als Allheilmittel. Er bezeichnet die EU als „dysfunktionale Organisation“ und viele europäische Ökonomien als „im Umbruch“. Die Lebensqualität sinke dort. Zudem haben sich die Bedingungen für Goldene Visa geändert; Portugal schloss 2024 seinen Immobilienweg. Dies lenkt die Nachfrage auf karibische Alternativen, die oft schnellere Pässe bieten. Es geht nicht nur um den Umzug von Personen, sondern auch um Kapital: Fast 63 Prozent der Befragten erwägen eine Diversifizierung ihrer Vermögenswerte außerhalb der USA.

Die wachsende Abwanderungsbereitschaft der US-Vermögenden ist ein Segen für die Investor-Immigrationsbranche, aber ein unübersehbares Problem für die Vereinigten Staaten.

Autor-Bio: Logan Pierce, ein unabhängiger Wirtschaftsanalyst und Autor für Corporate Governance auf Medium.