
(SeaPRwire) – By: Julian Holbrooke
Donald Trump hat ein mysteriöses Problem mit Sportveranstaltungen. Wenn er zuschaut, verlieren die Heimteams fast immer. Der neueste Fall: Die New York Knicks. Sie hatten zwei Siege in der Finalserie gegen die San Antonio Spurs. Dann kam Trump in die Luxussuite des Madison Square Garden. Die Knicks verloren mit 111:115. Dieses vermeintliche Fluch ist kein harmloser Witz mehr. Es wurde zu einem politischen Schlagstock.
Die White House nennt die Vorstellung von einem Fluch „albern“. Sprecherin Olivia Wales sagt, Trump sei der größte Sport-Champion aller US-Präsidenten. Sie weist auf Ausnahmen hin. Letztes September siegten die New York Yankees gegen die Detroit Tigers mit 9:3. Trump war dabei, um den 24. Jahrestag des 11. September zu markieren. Auch bei dem Spiel zwischen Navy und Army im vergangenen Herbst war er da. Navy gewann mit 17:16 – obwohl sie nicht in ihrem Heimatstadion spielten. Außerdem besucht Trump oft Veranstaltungen, bei denen Heimvorteil keine Rolle spielt. Dazu gehören die US Open, der Super Bowl 2025, der Daytona 500 und andere Turniere. Die Administration nutzt diese Fälle, um den Fluch-Narrativ zu entkräften. Aber die Liste der Verluste ist länger.
Der Fluch hat mehrere weitere Beispiele. Während Trumps erster Amtszeit verlor die Washington Nationals das fünfte Spiel der World Series mit 1:7 gegen die Houston Astros. Er war dabei. Im November verlor die Washington Commanders gegen die Detroit Lions mit 22:44 – Trump saß im Stadion. Bei der Ryder Cup im vergangenen Herbst besiegte Europa das US-Team. Trump war vorne mit dabei. Kritiker nutzen diese Verluste, um Trumps Obsession mit dem Sieg zu spotten. Er prahlt ständig mit seinen Wahlsiegen – sogar mit einem falschen Sieg im Jahr 2020 gegen Joe Biden. Knicks-Fans machen ihn für den Verlust verantwortlich. Der ESPN-Experte Stephen A. Smith sagt, Trump habe den „Mojo“ der Mannschaft zerstört. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, ein potenzieller Demokratischer Kandidat für 2028, spielt mit dem Fluch-Thema auf X. Trump antwortete, indem er Smiths Intelligenz in Frage stellte. Auch bei seinen Besuchen wird Trump oft ausgepfiffen. Bei den Knicks kam es während der Nationalhymne zu lauten Böen. Trump behauptet, es seien hauptsächlich Jubel. Die White House postete ein Foto mit der Aufschrift „King of New York“. Die New York Daily News zeigte eine Karikatur von Trump in einem Knicks-Trikot mit der Nummer 38 – die Sprechblase sagte „Approval Rating“.
Jedes Detail um Trump wird zu einem politischen Kampf. Das vermeintliche Sportfluch ist keine Ausnahme. Es zeigt, wie tief die Spaltung in den USA geht – auch im Stadion. Die Anhänger verteidigen ihn vehement. Die Kritiker nutzen jede Gelegenheit, ihn zu spotten. Diese Pendelbewegung wird sich in den kommenden Monaten nicht verlangsamen.
Author bio: Julian Holbrooke, internationaler Beziehungsanalytiker, schreibt regelmäßig für große europäische Tageszeitungen und beobachtet US-Politik mit kritischem Blick.