(AsiaGameHub) –   By: Christian Pierce

Esport-Eliteathleten verfügen bislang kaum über wissenschaftlich gestützte Trainingskonzepte. Viele Teams vertrauen auf Erfahrung statt auf messbare Daten. Das führt zu hohen Burnout-Raten und viel ungenutztem Potenzial bei Topspielern. Bisher fehlte eine branchenweite Initiative, die Forschung direkt im Wettkampfalltag einsetzt.

G2 hat Anfang des Jahres das G2 Performance Lab gestartet, unterstützt von Langzeitpartner Red Bull. Geleitet wird es von dem Leistungstrainer und Doktoranden Ismael Pedraza-Ramirez. Die Arbeit ruht auf vier Säulen: Trainerentwicklung, Trainingsdesign, Spielerentwicklung und Gesundheitsunterstützung. Es kooperiert mit Einrichtungen wie der Deutschen Sporthochschule Köln und der Vrije Universiteit Brussel. Erkenntnisse werden über wissenschaftliche Veröffentlichungen der gesamten Branche zur Verfügung gestellt. Das erste Projekt „A Space for Leaders“ fördert Führungsqualitäten bei G2-Mitarbeitern. Bis 2026 sind weitere Projekte mit internationalen Wissenschaftlern geplant.

G2 und Red Bull sichern sich so einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung gegenüber Konkurrenten. Sie bauen einen Wissensvorsprung auf, der sie zu Standardsettern im Esport-Training macht. Andere Teams müssen künftig in ähnliche Strukturen investieren, um mithalten zu können. Kleine Amateurteams werden es zunehmend schwer haben, sich an der Spitze des internationalen Esports zu etablieren.

Author bio: Christian Pierce, leitender Finanzkolumnist und Marktkommentator mit Fokus auf Sport- und Unterhaltungsbranchen.