(SeaPRwire) –
By: Robert Kensington

Syrien kämpft seit Jahren mit massiven Engpässen in der Lebensmittelversorgung. Das angekündigte Kooperationsabkommen klingt auf den ersten Blick nach reinem Wohlfahrtsprojekt. Wer sich die Zahlen genauer ansieht, erkennt schnell die kommerziellen Interessen hinter der PR-Formulierung. Tiryaki Agro sichert sich hier einen exklusiven Zugang zu einem bisher kaum erschlossenen Markt.
Offiziell unterzeichneten Tiryaki Syria und der Syrische Staatsfonds am 12. Juni 2026 in Istanbul das Abkommen. Zur Unterzeichnung kamen der Vorsitzende des Syrischen Staatsfonds Mazen Al-Salhani, der Leiter des Nahrungsmittel- und Futtermittelsektors Basel Ayyoub sowie Tiryaki Syriens Landesleiter Hashem Shashaa.
Die gemeinsame Anlage soll jährlich 300.000 Tonnen Sojabohnen und 100.000 Tonnen Sonnenblumenkerne verarbeiten. Der jährliche Verarbeitungswert liegt bei schätzungsweise 500 Millionen US-Dollar. Der Betrieb läuft zunächst 10 Jahre, mindestens 75 Prozent der Mitarbeiter sollen syrische Staatsangehörige sein. Tiryaki stellt sein Know-how aus 60 Jahren Agrarlogistik und -verarbeitung zur Verfügung.
Hinter der angekündigten Stärkung der Lebensmittelsicherheit verbirgt sich ein klarer Expansionsplan. Tiryaki Agro betreibt bereits 30 Anlagen auf vier Kontinenten, beliefert 50 Länder und verfügt über Zugänge zu 40 Häfen weltweit. Mit dem neuen Standort in Syrien sichert sich das Unternehmen die Vorherrschaft im gesamten regionalen Markt für Speiseöl, Futter und landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte. Die langfristige Laufzeit von 10 Jahren verhindert zudem, dass Konkurrenten in naher Zukunft Zugang zu dem Markt erhalten.
Tiryaki Agro wird in den nächsten drei Jahren über 60 Prozent des syrischen Marktes für verarbeitete Agrarprodukte kontrollieren.
Author bio: Robert Kensington, Unternehmer und Investor mit über 30 Jahren Erfahrung in der Expansion von industriellen Betrieben in Schwellenländern.